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(siehe auch "Was ist Elektrosmog" und "Warum?")
Keine Angst, die Grenzwerte werden bei weitem nicht erreicht!
Bundesamt
für Umwelt, Wald und Landschaft BUWAL, Schweiz:
"Seit
über 20 Jahren besteht der Verdacht, dass
Magnetfelder
der Stromversorgung ein Risikofaktor für Leukämie bei Kindern sind.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse dazu waren lange Zeit uneinheitlich
und ließen keinen klaren Schluss zu. Im Sinn der Vorsorge hatte der
Bundesrat ( Schweiz) auch für diese Magnetfelder in der
NIS-Verordnung von Ende 1999 einen Anlagegrenzwert festgelegt. Er beträgt
1 Mikro-Tesla (in Deutschland 100 Mikro-Tesla), dies entspricht
einem Hundertstel des Wärmegrenzwertes der WHO. Heute, nicht einmal 2
Jahre nach Erlass der NISV, ist sich die Wissenschaft weitgehend
einig, dass Magnetfelder möglicherweise krebserregend sind, und zwar
bereits ab Dauerbelastungen von 0,4 Mikro-Tesla (µT). Die
Verdachtsmomente haben sich somit bestätigt. Die Schweiz war daher
gut beraten, frühzeitig vorgesorgt zu haben." (Vortrag
Dr. Philippe Roch, Direktor BUWAL Fachtagung SICTA 25.
September
2001)
Quelle:
www.umwelt-schweiz.ch/
Anmerkung von der IG: Die deutschen Grenzwerte (100 Mikro-Tesla) entsprechen nicht im entferntesten den der Schweizer (1 Mikro-Tesla). Bei einer von der E.ON geplanten Freilandtrasse sind in einer Entfernung von ca. 40 m in Bodennähe noch ca. 10 µT zu erwarten (siehe auch Diagramm unter dem Thema Magnetfeld).
Krebs
fördernde Wirkung schwacher Magnetfelder ab
Eine
Untersuchung des Instituts für medizinische Statistik und
Dokumentation der Universität Mainz, veröffentlicht im März 2001,
bestätigte den Zusammenhang erneut: Schliefen Kinder in Räumen, in
denen die Magnetfeldstärke 0,2 Mikrotesla überstieg, war ihr Risiko,
an Blutkrebs zu erkranken, gegenüber einer Kontrollgruppe etwa
dreifach erhöht. „Wir sind überzeugt, dass diese Assoziation kein
Zufall mehr ist", sagt Mitautor Joachim Schütz. Zwar will er
statistische Fehler nicht ausschließen. Zeige sich aber, dass die
Beziehung zwischen Feldern und Leukämie kausaler Natur sei, so Schütz,
wäre der Grenzwert von 100 Mikrotesla nicht länger haltbar.
Deutlicher
wird der Biophysiker Peter Neitzke vom Ecolog-Institut in Hannover.
„Hunderte von Studien zeigen eine Krebs fördernde Wirkung schwacher
Magnetfelder ab 0,2 Mikrotesla", erklärt er. „Daher müssen
wir das Limit um den Faktor 1000 auf 0,1 Mikro-Tesla senken."
Hochspannungsleitungen
erhöhen Krebsrisiko
Das
zeigen neueste statistische Untersuchungen des
Krebs-Forschungsinstituts der University Bristol. Personen, die in der
Nähe von Hochspannungsleitungen leben, sind laut einer britischen
Studie erhöhter Krebsgefährdung ausgesetzt. Bei Untersuchungen hat
sich gezeigt, die höheren Krebsfälle befinden sich nur dort, wo der
Wind vermehrt von den Stromleitungen her weht. Das Forschungsteam um Alan Preece vom Krebs- Forschungsinstitut der Bristol University hatte die Krebsfälle von Menschen, die maximal 400 Meter von Stromleitungen leben, für ganz Südwest-England statistisch ausgewertet. Laut Peerce ist das Krebsrisiko dort im Durchschnitt 29 Prozent höher als anderswo. Da dies nur in Bereichen gilt, wo der Wind von den Hochspannungsleitungen her kommt, könnte es laut Peerce an so genannten den Aerosolen liegen, die sich durch die elektrischen Felder aufladen. Diese Theorie wurde schon vor einiger Zeit vom Physiker Denis Henshaw (ebenfalls Bristol University) entwickelt. Henshaw hatte herausgefunden, dass die Stromleitungen die umgebende Luft ionisieren, was die Luftverschmutzung in den betroffenen Gebieten gefährlicher machte, als es normalerweise der Fall ist. Die Schmutzteilchen werden durch die Stromleitungen aktiv aufgeladen und dann mit dem Wind fortgetragen. Wenn die unter Aufladung stehenden Schmutzteilchen vom Menschen eingeatmet werden, können sie sich wegen ihrer elektrischen Ladung viel leichter in der Lunge festsetzen und so leichter eine krebsauslösende Rolle spielen.
Elektromagnetische
Felder und Krebs
Seit
2001 teilt die IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung)
niederfrequente Magnetfelder der Kategorie der „möglicherweise
krebserregenden Stoffe“ zu. "Möglicherweise krebserregend für
den Menschen" bedeutet, dass glaubwürdige Hinweise über einen möglichen
Zusammenhang zwischen niederfrequenten elektromagnetischen Feldern und
Krebs existieren, dass diese aber nicht plausibel erklärt werden können.
Neue und besser gezielte Forschungsarbeiten sind nötig, um diese
Frage eindeutig beantworten zu können. Die Einteilung der IARC basiert hauptsächlich auf Studien, die eine Beziehung herstellen zwischen Kinderleukämie und den Magnetfeldern, die in den Wohnungen nahe bei Hochspannungsleitungen gemessen wurden. Aufgrund dieser Studien besteht bei einer Langzeit-Exposition mit mehr als 0.4 Mikrotesla ein doppeltes Kinderleukämie-Risiko.
Quelle:
Neue
Metaanalyse zu Kinderleukämie
Nach
einem Bericht der Zeitschrift Microwaves News präsentierte Dr. Sander
Greinland von der Universität von Kalifornien in Los Angeles beim jährlichen
Kongress der Gesellschaft für epidemiologische Forschung im Juni 1999
in Baltimore eine neue Metaanalyse von 13 epidemiologische Studien zu
EMF und Kinderleukämie. In 6 Studien wurden Verkabelungscodes zur
Expositionsabschätzung verwendet, in 10 wurden Magnetfeld-Messungen
vorgenommen. Der Zusammenhang zwischen den gemessenen Magnetfeldern
und Leukämie sei "über alle Studien bemerkenswert
konsistent". Oberhalb einer Exposition von 0,2 µT nehme das
Risiko "beständig" zu. Kinder mit einer Exposition über
0,6 µT wiesen ein signifikant um 80% erhöhtes Risiko auf
(95%-Konfidenzintervall: 1,1-2,9). Greenland wies allerdings
daraufhin, dass in allen Studien nur sehr wenige Kinder Expositionsstärken
von mehr als 0,5 µT ausgesetzt gewesen seien. Dr. David Savitz von
der Universität von North Carolina, der im Jahre 1986 selbst eine
Studie zu diesem Thema durchgeführt hatte, erklärte in der Microwave
News, diese Metaanalyse "präsentiere den deutlichsten positiven
integrierten Hinweis auf Magnetfelder und Krebs, den ich je gesehen
habe".
Leukämie
durch elektromagnetische Felder
In
der japanischen Zeitung "The Asahi Shimbun" wurde am 26. 8.
2002 über Zwischenergebnisse einer Studie berichtet, in der 350 leukämiekranke
Kinder unter 15 Jahren beobachtet wurden. Als Kontrollgruppe dienten
700 gesunde Kinder.
Die
Forscher fanden heraus, dass Kinder, die in Wohnungen mit 0,4
Mikrotesla oder mehr lebten, doppelt so oft an Leukämie erkrankten
als Kinder, die in durchschnittlich belasteten Wohnungen (0,1
Mikrotesla) wohnten. Dabei wurden der Abstand der Wohnung zu
Hochspannungsleitungen und die benutzten Elektrogeräte in die einwöchigen
Messungen einbezogen.
Damit
bestätigten die Japaner eine Studie der WHO und der IARC aus dem
vergangenen Jahr, die zwanzig westliche Studien auswerteten. Sie kamen
auch zu dem Schluss, dass es einen Zusammenhang zwischen
elektromagnetischen Feldern und dem Anstieg des Krebsrisikos gibt. Die
schwedische Regierung begann schon 1993 Hochspannungsleitungen aus der
Nähe von Schulen oder Kindergarten zu entfernen. Im US-Staat
Tennessee müssen Hochspannungsleitungen einen Abstand von 400 Metern
zu Schulen einhalten. Quelle: http://www.asahi.com/english/national/K2002082600340.html
Verminderte
Melatoninproduktion bei niederfrequenter Magnetfeldexposition
Verschiedene
Studien zeigen, dass der Einfluß nieder- und hochfrequenter
elektromagnetischer Emissionen die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse
reduzieren können. Prof. Russel Reiter, einer der auf der Welt führenden
medizinischen Forscher über die Wirkung des Melatonins, fasst die
Rolle des Melatonins zusammen:
Weitere Ausführungen im Deutschen Ärzteblatt !!!
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